Nachhaltiger Stromverbrauch
Energie sparen, Emissionen reduzieren und verstehen, welchen Unterschied das eigene Verhalten macht.
In diesem interaktiven Workshop bewerten die Teilnehmenden, wie Strom in ihrem Alltag genutzt wird, und lernen, wie sich unnötiger Verbrauch reduzieren lässt. Der Workshop fördert den Dialog zwischen Generationen über frühere und heutige Gewohnheiten und befähigt Schüler*innen und Familien, praktische Veränderungen zu Hause umzusetzen.
So nutzen Sie diesen Workshop
Jeder Workshop ist flexibel aufgebaut. Sie finden in jedem Abschnitt mehrere Aktivitäten und Übungen: Kombinieren Sie einfach diejenigen, die am besten zu Ihrer Klasse, der Altersgruppe und der verfügbaren Zeit passen. So können Sie eine personalisierte und ansprechende Lernerfahrung schaffen, die in Ihren Zeitrahmen passt.
Übersicht
Lernziele
- Gängige Mythen über Elektrizität und Energieerzeugung erkennen.
- Verstehen, wie alltägliche Gewohnheiten den Energieverbrauch im Haushalt beeinflussen.
- Über erneuerbare und nicht erneuerbare Energiequellen reflektieren.
- Familienmitglieder in Gespräche über den Energieverbrauch zu Hause einbeziehen.
- Kritisches Denken in Bezug auf Nachhaltigkeit und Umweltauswirkungen entwickeln.
Dauer
Flexibel, empfohlen sind 90 Minuten
Materialien
- Präsentationsfolien mit „Gängigen Mythen über Energie“
- Gedruckte Mythenaussagen (Wahr-oder-Falsch-Karten)
- Flipchart oder Whiteboard
- Marker
- Reflexionsarbeitsblatt
- Beamer und Computer
Optionale Materialien:
- Beispiele für Energieverbrauch (echte Rechnungen oder fiktive Daten)
- Online-Quiz-Tools
Alle relevanten Materialien sind im Abschnitt Tools & Materialien zu finden.
- Weitere Infos
- Workshop-Struktur
- Reflexion & Diskussion
- Follow-Up Aktivitäten
- Tipps für Lehrkräfte
- Weiterführende Literatur
Elektrizität ist ein Teil unseres Alltags, aber wie viel wissen wir wirklich darüber, wie sie funktioniert und wie wir sie nutzen?
Viele verbreitete Annahmen über Energie sind in Wirklichkeit Mythen. In diesem Workshop erkunden die Schüler*innen häufige Missverständnisse über Elektrizität und erneuerbare Energien, reflektieren ihre eigenen Gewohnheiten zu Hause und treten in einen intergenerationellen Dialog, um ein nachhaltigeres Energieverhalten in ihren Haushalten zu fördern.
In jeder Sektion finden Sie eine zentrale Aktivität. Wählen und kombinieren Sie die Abschnitte, die am besten zu den Bedürfnissen Ihrer Klasse, der Altersgruppe und der verfügbaren Zeit passen. Dieser Ansatz ermöglicht es Ihnen, eine maßgeschneiderte Lernerfahrung innerhalb des vorgesehenen Zeitrahmens zu planen und umzusetzen.
- Willkommen & Icebreaker
- Zentrale Prinzipien erklären
- Interaktive Übungen
- Anwendungsaktivität
- Kreatives Feedback
| Aktivitätsbeschreibung | Dauer | Materialien |
|---|---|---|
| Icebreaker: Energiemythen Teilen Sie die Teilnehmenden in kleine Gruppen ein. Geben Sie jeder Gruppe gängige Energiemythen (z. B. „Angeschlossene Geräte verbrauchen keinen Strom“). Die Gruppen diskutieren, ob die Aussage wahr oder falsch ist, und die moderierende Person löst die Aussagen mit Erklärungen auf. Stellen Sie folgende Fragen zum Einstieg: Wie würde unser Tag ohne Elektrizität aussehen? Kannst du drei Dinge nennen, die du heute Morgen benutzt hast und die Strom benötigen? Glaubst du, dass Elektrizität immer auf die gleiche Weise erzeugt wird? | 10 Minuten | Gedruckte oder digitale Liste von Energiemythen und Präsentationsfolien, IL4SH-Materialien (eBook) Für die Einführung lesen Sie: UNESCO Education for Sustainable Development |
| Leben ohne Elektrizität Zeigen Sie das Video: „How Much Energy Does My Home Use?“ (Link). Führen Sie anschließend eine kurze Fragerunde durch: „Was hat dich überrascht?“ Leitfragen: Welche dieser Energiequellen ist am saubersten? Warum? Welche Probleme verursachen fossile Brennstoffe? Welche Energiequelle würdest du wählen? | 10 Minuten | Laptop, Beamer oder Bildschirm, Internetverbindung Weitere Ressourcen: Renewable Energy erklärt |
| Aktivitätsbeschreibung | Dauer | Materialien |
|---|---|---|
| Woher kommt unser Strom? Interaktives Quizspiel: Nutzen Sie Tools wie Kahoot oder Mentimeter, um ein Quiz zu nachhaltigen Energiepraktiken zu erstellen (z. B. wie man den Stromverbrauch reduziert, energieeffiziente Geräte, Verwendung von LED-Lampen). Leitfragen: Schaltest du das Licht aus, wenn du einen Raum verlässt? Wer steuert zu Hause die Heizung oder Klimaanlage? Gibt es Geräte in deinem Haushalt, die ständig eingesteckt bleiben? | 15 Minuten | Ein Gerät (Computer/Tablet) mit eingerichteten Kahoot- oder Mentimeter-Tools, Smartphones/Tablets der Teilnehmenden. Zusätzliche Links: Tipps zum Energiesparen zu Hause |
| Energiegewohnheiten-Challenge Gruppenanalyse: Geben Sie den Teilnehmenden Informationsblätter zu verschiedenen Geräten und deren Energieverbrauch (z. B. LED-Lampen vs. Glühlampen, energieeffiziente Kühlschränke). Die Gruppen diskutieren, welche Optionen sie wählen würden und warum. Moderieren Sie anschließend eine Gruppendiskussion über die Bedeutung fundierter Entscheidungen. Sie können das Thema mit folgenden Fragen vertiefen: Welches Gerät verbraucht deiner Meinung nach am meisten Energie? Verbraucht ein Handy-Ladegerät Strom, wenn kein Gerät angeschlossen ist? Was könnten wir weniger häufig nutzen, ohne auf Komfort zu verzichten? | 15 Minuten | Gedruckte oder digitale Informationsblätter zu energieeffizienten Geräten, Vergleichstabellen. U.S. Energy Information Administration – Energy Kids |
| Intelligente Energieentscheidungen Zeigen Sie das Video: „How to Reduce Your Energy Consumption at Home“ (https://www.youtube.com/watch?v=zGfXfCyvZoM). Anschließend schreiben die Teilnehmenden einen Tipp auf, den sie umsetzen möchten, und teilen ihn mit der Gruppe. | 10 Minuten | Laptop, Beamer oder Bildschirm, Haftnotizen oder Karten, Stifte/Marker sowie eine Wand- oder Tafelfläche zum Sammeln der Tipps. Optional, aber empfehlenswert: Energy Star interaktive Tools |
| Aktivitätsbeschreibung | Dauer | Materialien |
|---|---|---|
| Energie sparen zu Hause Rollenspiel-Szenarien: Nachhaltige Gerätewahl: In dieser Aktivität erhalten die Teilnehmenden verschiedene Szenarien zur Auswahl von Geräten oder zur Energienutzung in bestimmten Situationen (z. B. „Du musst dich entscheiden, ob du eine energieeffiziente Mikrowelle oder einen herkömmlichen Backofen kaufst – welche Option wählst du und warum?“). Die Teilnehmenden stellen das Dilemma im Rollenspiel dar und präsentieren ihre Begründung für die Entscheidung auf Basis von Nachhaltigkeit und Energieeinsparung. Anschließend gibt die Gruppe Feedback zu den getroffenen Entscheidungen. Zusätzliche Fragen: Wo findest du den Gesamtverbrauch? Was bedeutet kWh? Was passiert mit den Gesamtkosten, wenn der Verbrauch steigt? | 20 Minuten | Szenariokarten mit verschiedenen Entscheidungen zum Energieverbrauch sowie Auswahl an Materialien (kleine Spielzeug-Elektrogeräte oder Bilder von Elektrogeräten) |
| Wähle die effiziente Option Zeigen Sie das Video: „My Energy-Saving Routine // Tips for Using Less Power at Home!“ (https://www.youtube.com/watch?v=dF58m2vFfI0). Diskutieren Sie anschließend, wie die Teilnehmenden eigene nachhaltige Energieroutinen zu Hause entwickeln können. | 15 Minuten | Laptop, Beamer oder Bildschirm, Internetverbindung Optional: Tipps zum Energiesparen zu Hause |
| Aktivitätsbeschreibung | Dauer | Materialien |
|---|---|---|
Energieeffiziente Gewohnheiten entwickeln Gestalte deine Routine: Die Teilnehmenden erstellen mithilfe von Arbeitsblättern einen visuellen Aktionsplan für ihre eigene nachhaltige Energieroutine. Sie können Schritte einbeziehen wie die Nutzung von Geräten, das Ausstecken von Geräten oder die verstärkte Nutzung von natürlichem Licht. | 15 Minuten | Gedruckte Arbeitsblätter, farbige Marker oder Stifte, Beispielvorlagen zur Inspiration sowie optional Aufkleber für kreative Gestaltung. |
Mein persönlicher Energieplan Energieverbrauchsanalyse: Teilen Sie die Teilnehmenden in Gruppen ein und weisen Sie jeder Gruppe einen gemeinsamen Raum zu (z. B. ein Büro, ein Zuhause oder ein Geschäft), den sie analysieren sollen. Die Gruppen untersuchen die Energieverbrauchsgewohnheiten dieses Raums, identifizieren Bereiche mit hohem Energiebedarf (z. B. unnötige Beleuchtung, ineffiziente Geräte usw.) und erstellen einen detaillierten Plan zur Reduzierung des Energieverbrauchs. Jede Gruppe präsentiert ihre Analyse und schlägt Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz vor. Abschlussfrage: | 20 – 30 Minuten | Arbeitsblätter zur Energieverbrauchsanalyse, Vorlagen für Aktionspläne, Marker und Notizblätter. Sie können wiederverwenden: |
| Aktivitätsbeschreibung | Dauer | Materialien |
|---|---|---|
Energie-Detektiv*innen Energie-Baum des Wandels: Hängen Sie ein großes Poster in Form eines Baumes auf (oder verwenden Sie eine digitale Version, wenn der Workshop online stattfindet). Die Teilnehmenden schreiben ihre Verpflichtungen und ihr Feedback auf blattförmige Zettel. Anschließend befestigen sie die Blätter am Baum und gestalten so ihren „Baum des Wandels“. Am Ende liest die moderierende Person einige der Blätter vor und hebt besonders inspirierende Beiträge hervor. | 15 Minuten | Großes Papier in Form eines Baumes (oder eine interaktive digitale Version wie Padlet), blattförmige Papierstücke (oder andere kreative Formen), Marker oder Stifte. |
Beenden Sie den Workshop mit einem angeleiteten Gruppengespräch, das den Schüler*innen hilft, Wissen mit Handeln zu verknüpfen. Ermutigen Sie sie, offen zu sprechen und nicht nur über Fakten, sondern auch über ihre eigenen Gewohnheiten und Verantwortlichkeiten zu reflektieren.
Sie können mit folgenden Fragen beginnen:
Was hat dich am meisten über den Stromverbrauch oder Energiequellen überrascht?
Hat sich etwas an deiner Sicht auf den Energieverbrauch zu Hause verändert?
Welche Aktivität hat dich am meisten zum Nachdenken gebracht?
Ermutigen Sie die Teilnehmenden, von der Erkenntnis zum Handeln überzugehen:
Was ist eine konkrete Veränderung, die du diese Woche zu Hause umsetzen kannst?
Welche kleine Gewohnheit könnte langfristig einen großen Unterschied machen?
Wie können wir als Klasse oder Schule den Stromverbrauch reduzieren?
Wenn es die Zeit erlaubt, schreiben Sie die Ideen an die Tafel und ordnen Sie sie in „Maßnahmen zu Hause“ und „Maßnahmen in der Schule“. Dies hilft den Schüler*innen zu erkennen, dass Nachhaltigkeit sowohl eine persönliche als auch eine gemeinsame Verantwortung ist. Beenden Sie die Einheit mit der Botschaft, dass verantwortungsvoller Energieverbrauch nicht bedeutet, auf Komfort zu verzichten, sondern bewusstere und klügere Entscheidungen zu treffen.
Weisen Sie den Schüler*innen eine kleine Aufgabe oder ein Projekt für zu Hause zu. Beispiele:
Bitten Sie die Schüler*innen, den Stromverbrauch ihres Haushalts eine Woche lang zu beobachten. Sie können die am häufigsten genutzten Geräte auflisten und mindestens zwei Gewohnheiten identifizieren, die sie verbessern könnten.
Bitten Sie sie, mit einem Elternteil oder Großelternteil darüber zu sprechen, wie sich der Stromverbrauch im Laufe der Jahre verändert hat. Was wurde früher anders gemacht?
Ermutigen Sie die Schüler*innen, einen einfachen „Familien-Energieplan“ mit drei realistischen Maßnahmen zu erstellen, z. B. Standby-Geräte ausschalten, die Nutzung von Klimaanlagen reduzieren oder häufiger natürliches Licht nutzen.
Gestalten Sie als Klasse ein kleines Poster oder eine Kampagne für die Schule, um einen verantwortungsvollen Umgang mit Elektrizität zu fördern.
Verwenden Sie konkrete Beispiele aus dem Alltag, wie das Licht eingeschaltet lassen, Geräte über Nacht laden oder Klimaanlagen über lange Zeiträume nutzen. Schüler*innen können sich besser damit identifizieren, wenn sie ihre eigenen Gewohnheiten wiedererkennen.
Bringen Sie eine echte Stromrechnung mit (ohne sensible Daten), damit die Schüler*innen reale Zahlen, Tarife und Verbrauchsmuster sehen können. Dadurch wird das Thema greifbarer.
Fördern Sie offene Diskussionen, anstatt nur Erklärungen zu geben. Fragen Sie die Schüler*innen, welche Geräte ihrer Meinung nach am meisten Energie verbrauchen, bevor Sie die Antworten geben.
Ermutigen Sie die Schüler*innen, zu teilen, was ihre Eltern oder Großeltern über das Energiesparen sagen. Ältere Generationen haben oft andere Gewohnheiten, was den intergenerationellen Lernaspekt stärkt.
Achten Sie auf einen motivierenden und nicht wertenden Ton. Konzentrieren Sie sich darauf, was verbessert werden kann, anstatt bestehendes Verhalten zu kritisieren.
→ Siehe auch die Tool-Sammlung für weitere Materialien.
https://education.nationalgeographic.org/search/resources/?q=energy&page[number]=1&page[size]=25
https://www.iea.org/energy-system/electricity
https://www.iea.org/energy-system/energy-efficiency-and-demand
https://energy.ec.europa.eu/topics/energy-efficiency_en
https://www.energystar.gov/saveathome
https://ed.ted.com/lessons/what-are-the-challenges-of-nuclear-power-m-v-ramana-and-sajan-saini
https://ed.ted.com/lessons/what-does-the-world-s-largest-machine-do-henry-richardson
https://www.youtube.com/watch?v=1kUE0BZtTRc
https://www.youtube.com/watch?v=mc979OhitAg