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Kreislaufwirtschaft

Abfall neu denken, Ressourcen wertschätzen und gemeinsam nachhaltige Gewohnheiten aufbauen.

Dieser Workshop führt in die Grundprinzipien der Kreislaufwirtschaft ein – reduzieren, wiederverwenden, recyceln und kompostieren – und zeigt, wie diese im Alltag angewendet werden können. Die Teilnehmenden reflektieren frühere und heutige Praktiken und entwickeln gemeinsam Ideen für eine ressourcenschonendere Zukunft.

So nutzen Sie diesen Workshop

Jeder Workshop ist flexibel aufgebaut. Sie finden in jedem Abschnitt mehrere Aktivitäten und Übungen: Kombinieren Sie einfach diejenigen, die am besten zu Ihrer Klasse, der Altersgruppe und der verfügbaren Zeit passen. So können Sie eine personalisierte und ansprechende Lernerfahrung schaffen, die in Ihren Zeitrahmen passt.

Übersicht

Lernziele
  • Das Konzept der Kreislaufwirtschaft verstehen

  • An intergenerationellen Aktivitäten im Zusammenhang mit der Kreislaufwirtschaft teilnehmen.

  • Die Zusammenarbeit zwischen Generationen fördern, um nachhaltige Verhaltensänderungen zu unterstützen.

Dauer

Flexibel, empfohlen sind 60–90 Minuten

Materialien
  • Einführungspräsentation

  • Genannte Materialien (digitale und druckbare Versionen verfügbar)

  • Stifte, Papier/Flipchart, Haftnotizen

  • Für digitales Feedback: Mentimeter

Alle relevanten Materialien sind im Abschnitt Tools & Materialien zu finden.

In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit dem Konzept der Kreislaufwirtschaft und damit, wie es dazu beiträgt, Abfälle zu reduzieren, Ressourcen zu schonen und Nachhaltigkeit zu fördern. Wir betrachten Prinzipien wie Reduzieren, Wiederverwenden, Recyceln und Kompostieren und diskutieren, wie diese Praktiken im Alltag angewendet werden können.

Gemeinsam lernen wir, wie verschiedene Generationen dazu beitragen können, eine nachhaltigere Zukunft zu gestalten. Am Ende verfügen Sie über praktische Werkzeuge, um Prinzipien der Kreislaufwirtschaft in Ihrem Zuhause, in der Schule oder in der Gemeinschaft umzusetzen.

In jeder Sektion finden Sie mehrere Aktivitäten und Übungen. Wählen und kombinieren Sie diejenigen, die am besten zu den Bedürfnissen Ihrer Klasse, der Altersgruppe und der verfügbaren Zeit passen. Dieser Ansatz ermöglicht es Ihnen, eine maßgeschneiderte Lernerfahrung innerhalb des vorgesehenen Zeitrahmens zu planen und umzusetzen.

Aktivitätsbeschreibung Dauer Materialien
Kurzpräsentation: Verwenden Sie Folien oder ein kurzes Video, um das Konzept der Kreislaufwirtschaft vorzustellen. Erklären Sie dessen Bedeutung für den Schutz der Umwelt, die Verringerung der Abhängigkeit von Rohstoffen und die Minimierung von Abfällen. Heben Sie Beispiele aus der Praxis hervor, wie Unternehmen zirkuläre Modelle anwenden (z. B. die Reparatur alter Produkte oder den Verkauf von Second-Hand-Artikeln). 7–10 Minuten Folien aus der Einführungspräsentation
Diskussionsimpuls: Fragen Sie die Teilnehmenden: „Was bedeutet eine Kreislaufwirtschaft für dich?“ „Fallen dir zirkuläre Praktiken ein, die bereits in deinem Haushalt, deiner Schule oder deiner Gemeinschaft stattfinden?“ 5 Minuten
Visuelles Brainstorming: Beginnen Sie mit einer Frage auf einem Whiteboard oder in einem digitalen Tool wie Jamboard: „Was denkst du, passiert mit deinem Abfall, nachdem du ihn weggeworfen hast?“ „Fallen dir Möglichkeiten ein, wie man die Entstehung von Abfall von vornherein vermeiden kann?“ Bitten Sie die Teilnehmenden, ihre Antworten aufzuschreiben oder zu zeichnen. Vergleichen Sie dabei die Perspektiven verschiedener Generationen. 5–7 Minuten Werkzeuge für das Brainstorming (Whiteboard, Haftnotizen oder digitale Anwendungen).
Kurzer Überblick: Führen Sie das Konzept der Kreislaufwirtschaft kurz mithilfe eines Videos oder einer Infografik ein. Betonen Sie seine Bedeutung für die Verringerung von Umweltbelastungen, die Schonung von Ressourcen und das Umdenken von Abfall als Ressource. Heben Sie Beispiele hervor, wie Nachfüllstationen für Haushaltsprodukte, Second-Hand-Läden oder Kompostierungsinitiativen. 7–10 Minuten Kurzes Video
Aktivitätsbeschreibung Dauer Materialien
Interaktive Einführung: Erklären Sie die zentralen Prinzipien: Reduzieren: Abfall minimieren, indem weniger konsumiert wird. Wiederverwenden: Die Lebensdauer von Produkten durch Reparatur oder Umnutzung verlängern. Recyceln: Abfälle in neue Ressourcen umwandeln. Kompostieren: Organische Abfälle in wertvolle Nährstoffe für den Boden umwandeln. Vermeiden: Unnötige Produkte ablehnen, wie Einwegplastik oder Dinge, die man nicht braucht. Reparieren: Kaputte Gegenstände wie Kleidung, Elektronik oder Möbel reparieren, anstatt sie zu ersetzen. Teilen: Die Nutzung von Produkten maximieren, indem sie geteilt, ausgeliehen oder gemietet werden, statt alles selbst zu besitzen. Nachfüllen: Nachfüllbare Optionen für Produkte wie Wasserflaschen, Reinigungsmittel oder Hygieneartikel wählen, um Verpackungsabfälle zu reduzieren. Neu denken: Gewohnheiten hinterfragen, Systeme neu gestalten und neue Wege finden, Bedürfnisse mit weniger Ressourcen zu erfüllen. 5–10 Minuten Visuelle Materialien und eine begleitende Präsentation werden zum Download bereitgestellt
Diskussion der Vorteile: Erklären Sie kurz mögliche Vorteile, wie die Schonung natürlicher Ressourcen, die Verringerung von Umweltverschmutzung und Kosteneinsparungen. Bitten Sie die Teilnehmenden, Beispiele zu nennen, wie sie diese Prinzipien bereits anwenden. 5–10 Minuten
„Prinzipien-Zuordnungsspiel“: Geben Sie den Teilnehmenden Karten mit Prinzipien der Kreislaufwirtschaft und Beispielen aus der Praxis. Die Teilnehmenden ordnen in kleinen Gruppen die Beispiele den passenden Prinzipien zu. 10 Minuten Karten für das Zuordnungsspiel (druckbar oder digital)
Diskussion: Diskutieren Sie die Vorteile der einzelnen Prinzipien und fragen Sie: „Welche Prinzipien lassen sich am einfachsten anwenden?“ „Welche findest du am schwierigsten?“ 5 Minuten
Aktivitätsbeschreibung Dauer Materialien
Vergleich persönlicher Praktiken: Bilden Sie kleine Gruppen. Geben Sie jeder Gruppe ein Arbeitsblatt oder eine Diskussionskarte mit verschiedenen Haushaltsaktivitäten. Die Teilnehmenden identifizieren aktuelle Praktiken und Möglichkeiten zur Anwendung von Prinzipien der Kreislaufwirtschaft. Anschließend präsentieren die Gruppen ihre Ergebnisse und legen dabei den Fokus auf Unterschiede zwischen den Generationen. 20 Minuten Diskussionskarten sind in den vorbereiteten Materialien enthalten (druckbar oder digital)
Generationenübergreifende Praktiken: Teilen Sie die Teilnehmenden in kleine intergenerationelle Gruppen ein. Ältere Teilnehmende berichten über frühere Praktiken, jüngere über heutige Ansätze. Die Gruppen reflektieren und erstellen eine Liste der „Top 3 Praktiken“. 20 Minuten
Aktivitätsbeschreibung Dauer Materialien
Challenge zur täglichen Routine: Stellen Sie ein Szenario einer täglichen Routine mit nicht nachhaltigen Gewohnheiten vor. In Gruppen entwickeln die Teilnehmenden nachhaltige Alternativen unter Anwendung der Prinzipien der Kreislaufwirtschaft. Anschließend präsentieren die Gruppen ihre Lösungen. 30 Minuten Szenario-Handout „Ein Tag mit der Familie Müller“ (druckbar oder digital)
Kreislaufwirtschafts-Challenge: Geben Sie jedem Team einen „Abfallgegenstand“ und fordern Sie sie auf, Prinzipien der Kreislaufwirtschaft anzuwenden. Die Teams präsentieren ihre Lösungen und diskutieren die Umweltauswirkungen. 30 Minuten Objekte oder Bilder von „Abfallgegenständen“ (eine Auswahl ist in den digitalen Materialien enthalten)
Aktivitätsbeschreibung Dauer Materialien
Gruppenreflexion: Bitten Sie die Teilnehmenden zu teilen, was sie am meisten überrascht oder was sie am nützlichsten fanden und welche Praxis sie zu Hause ausprobieren möchten. 5 Minuten
Feedback-Erhebung: Verteilen Sie ein Feedbackformular oder nutzen Sie ein digitales Tool, um anonyme Rückmeldungen zu sammeln. 5–10 Minuten Feedbackformular oder digitales Tool zur Sammlung von Rückmeldungen (z. B. Mentimeter)
„Eine Handlung festlegen“: Die Teilnehmenden schreiben ein Prinzip der Kreislaufwirtschaft auf, das sie anwenden möchten, und teilen es optional mit der Gruppe. 5 Minuten Haftnotizen oder ähnliche Materialien, um alle Verpflichtungen an einer Wand zu sammeln usw.
Feedback-Wand: Die Teilnehmenden hinterlassen anonymes Feedback auf Haftnotizen oder auf einem digitalen Board. 5–10 Minuten Werkzeuge für Gruppenfeedback (Whiteboard, Haftnotizen oder digitale Anwendungen).

Am Ende des Workshops leiten Sie die Schüler*innen an, über ihre Lernerfahrungen anhand folgender Fragen zu reflektieren.
→ Siehe auch die Reflexionsaktivität im Workshop-Pattern.

Zusätzliche Fragen:

Wie kann die Kreislaufwirtschaft unsere Gemeinschaft beeinflussen?
Welche Herausforderungen könnten auftreten, wenn wir versuchen, Prinzipien der Kreislaufwirtschaft in unserem Alltag umzusetzen?
Wie können wir Menschen in unserem Umfeld dazu ermutigen, nachhaltigere Praktiken anzuwenden?
Welche Alltagsgegenstände könnten wir künftig eher als Ressource statt als Abfall betrachten?
Wie könnten Prinzipien der Kreislaufwirtschaft in unserer Schule integriert werden?
Was habt ihr durch das Kennenlernen von Praktiken verschiedener Generationen gelernt?
Wie steht ihr zu der Idee, Abfall als Ressource neu zu denken?
Was ist eine Sache, die ihr nach diesem Workshop anders machen werdet?

Weisen Sie den Schüler*innen eine kleine Aufgabe oder ein Projekt für zu Hause zu.

Aktivität:
Setzt eine kleine Veränderung im Haushalt um, die zur Kreislaufwirtschaft beiträgt.

→ Siehe auch die Tool-Sammlung für weitere Materialien.

Looping – Sort, recycle, smile (App)
Eine hilfreiche App, die dabei unterstützt, verschiedene Haushaltsgegenstände korrekt zu recyceln oder zu entsorgen.

Upcycle That
Eine Online-Plattform mit kreativen Ideen zur Wiederverwendung und Umgestaltung von Alltagsgegenständen.

The Ellen MacArthur Foundation
Eine Bildungsplattform mit kostenlosen Ressourcen, darunter Kurse, Videos und Berichte, um mehr über Prinzipien der Kreislaufwirtschaft zu lernen.